Kann das Onlineprofil die Karriere zerstören?

Jobeinsteiger sollen im Zeitalter von Linkedin, Xing und Co auch online professionell wirken. Aber beeinträchtigt jedes falsche Wort die Karriere?

„Jedes Wort ein Mord?“ Die Plattform Traineenet spielt in Zeiten des Wachstums und der hoch gehaltenen positiven Perspektive in der Wirtschaft die Angstkarte aus.
Was kann der Jobsuchende | Einsteiger falsch machen? Kann es möglich sein, dass die Karriere aufgrund von Facebook und Co bereits zu Ende ist, bevor sie begonnen hat?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren JA beantworten. Beispiele hierfür sind Hasspostings in sozialen Netzwerken und die daraus resultierenden Auflösungen von Dienstverhältnissen. Speziell im Bereich der sensiblen Themen, wie zum Beispiel Flüchtlinge, haben Unternehmen eine Null – Toleranz Richtlinie ins Leben gerufen und ahnden Verstöße in dieser Richtung mit der Trennung. Als Begründung wurde der Reputationsverlust für Firmen genannt, aber auch der schlechte Einfluss auf die gesamte Belegschaft.

Cool down

Generell scheint der Grund zum Erschrecken eher überzogen. Unter Verwendung des Menschen gegebenen Hausverstandes und das Einhalten simpler und offenen bekannter Regeln, kann man sich in sozialen Netzwerken gefahrlos bewegen. Nichts desto trotz gibt es einige grundlegende Verhaltensregeln: nicht über den Arbeitgeber lästern. Keine peinlichen Halbnacktfotos in die Netzwerke stellen. Keine selfmade Partyvideos hochladen. Bewerbungen nicht von „Sexyhexy“-Accounts versenden. Exponierte Postings mit Klarnamen bleiben lassen. Dass es zwischen Freunden und Öffentlichkeit zu unterscheiden gilt, sollte sich eigentlich via Privatsphäreneinstellungen auch schon herumgesprochen haben.

Worauf zu achten ist

Dass mehr als zwei Drittel aller Unternehmen die Bewerber m|w „googeln“, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Gar keine elektronische Spur zu hinterlassen wirkt in der heutigen Zeit wiederum verdächtig. Dafür gibt es wieder To-do´s: die Informationen in den einzelnen Kanälen aufeinander abstimmen und aktuell halten. Sich selbst regelmäßig googeln, um etwa Namensvettern, die Eigenartiges von sich geben, zu enttarnen und sich zu distanzieren. Als sehr nützliche Hilfe kann man sich an dieser Stelle einen „Google Alert“ einrichten, mit dem das Netz nach definierten Inhalten gescreent werden kann. Google Alert
Anzumerken ist, dass die Mehrzahl heutiger Unternehmen sich die sozialen Netzwerke ansehen und den darin enthaltenen Informationsgrad im Zuge der Selektion verwerten. Somit sollten die Profile auf Xing | Linkedin aktuell, nachvollziehbar, vollständig und analog im Gespräch belegbar sein.
Die perfekte virtuelle Person mit den angemessensten Hobbys und der korrektesten Erscheinung dürfte da die größte Falle sein: Die Feuerprobe passiert analog.

Shitstorms und Candystorms selten

Ja, für karrierewillige Junge ist es ein Aufwand, die sozialen Medien zu pflegen und sich dort zu warten. Aber man darf sich entkrampfen: Shitstorms wie etwa jener, den Spar wegen Halal-Fleisches erlebt hat, oder Candystorms wie jener, der sich über die Feldkirchener Feuerwehr nach spielerischer Sommerdusche für Flüchtlingskinder ergoss, bleiben den meisten Jungen mit Hausverstand im Netz sicher erspart.

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Ihr Ing. Mag. (FH) Gernot Lechner
Professional Scout Finanzen | Technik | Vertrieb